Bora Weber
Bora Weber

Geschichten aus dem Leben, Kapitel Reisen in Korea No 1

Ich werde in den kommenden Wochen einige Geschichten in dieses Kapitel einreihen. Einerseits, weil so viele von euch gefragt habt warum genau Korea, andererseits weil wir selbst nicht vergessen wollen, was wir erlebt haben. Einiges wird schwierig wieder zu geben, weil es wohl für uns in dem ganzen Kuchen drin viel absurder war, als wenn ihr es hier nachliest. Aber ich gebe mir natürlich Mühe es euch auch zum Erlebniss zu machen.
Gereist bin ich mit einem Freund von mir, Gabriel De Sønar, zum ersten und hoffentlich nicht zum Letzten mal.

Wir reisten zuerst nach Seoul, welches an den meisten Flecken recht sauber ist und das obwohl wir jedesmal Stundenlang unseren Müll rumtragen mussten, bis wir an einer Ubahnstation einen von zwei Abfalleimern gefunden hatten. Wie die das machen, blieb uns bis zum Schluss ein Rätsel. Denn der Klischee „Seoulaner“ trägt einen Smoothie- oder Bubbletea-Becher mit sich rum, fischt sich während dem Gehen, schmatzend noch die letzten Essensreste aus den Zahnlücken und spuckt neben dir auf den Boden. Er geht spätestens abends in die Spielhalle ein paar Tiere fischen, trägt ein Commes de Garcon Shirt und ist Mitglied einer Street-boy-dance crew. Die Klischee „Seoulanerin“ schminkt sich, vor, nach und während dem Essen/Date, in der Ubahn, am Tisch, beim Gehen, eigentlich egal wo. Sie macht Selfies mit allem was sie sich leckeres kauft, Rosenglace, halbmeter Softeis oder fluffy Brot. Sie trägt ein oversized Shirt und kurze Hosen oder Minirock.
Und sie alle sind auf einem Date, man sieht kaum Freunde miteinander essen, fast ausschliesslich Päärchen. Deshalb war es wohl dann auch für alle so unverständlich, dass wi zwei „nur“ Freunde sind. Aber dazu mehr in anderen Geschichten.
Die Menschen in Seoul haben grundsätzlich einen Stress, chillen es aber auch immer wieder hart, z.B. auf der Rolltreppe oder in der Ubahn um danach wieder wie ein Duracellhäsli davon zu speeden.
Aber – wir beide haben noch nie ein so freudliches und hilfsbereites Volk gesehen – und sooo härzig sind sie. Freut euch auf mehr.

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